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Bulgari – Sinnbild italienischer Goldschmiedekunst

Die Schmuckstücke des römischen Traditionshauses Bulgari stehen für italienische Eleganz und sind für ihre Farbpracht bekannt. Bulgari hat sich mit seinem Stil und der Kombination klassischer und moderner Elemente einen Namen gemacht.

Über 130 Jahre Schmucktradition aus Italien

Die Wurzeln von Bulgari liegen in Rom. 1884 eröffnete dort der erfolgreiche griechische Silberschmied Sotirio Bulgari ein Juweliergeschäft. Seinem handwerklichen Geschick, Innovationsreichtum und Pioniergeist, seiner Kreativität und seinen künstlerischen Visionen verdankt es das Haus Bulgari, dass es heute wie kein anderes für italienische Eleganz steht. Bulgari wurde durch die Arbeit seines Gründers schnell zum Inbegriff für Handwerkskunst, außergewöhnliche Materialien und unverwechselbares Design. Noch heute befindet sich der Flagship-Store von Bulgari in Rom in der berühmten Via dei Condotti, die zur Spanischen Treppe hinaufführt. Die architektonische Schönheit der Ewigen Stadt und des heute unter Denkmalschutz stehenden Stammhauses inspiriert noch heute die Schmuckdesigner von Bulgari.

Das Markenzeichen von Bulgari-Schmuck

Das bekannteste Merkmal von Bulgari ist die Farbigkeit der Schmuckstücke. Über Jahrzehnte avancierte der Hersteller mit seinen High-Jewellery-Kollektionen in der Schmuckwelt zum Meister der farbigen Edelsteine. Seit den 1920er-Jahren verwendet Bulgari nur noch Diamanten für seine Schmuckkollektionen. Kostbare Edelsteine in seltenen Farben wurden dabei immer mehr zum Mittelpunkt der Schmuckstücke. Die Kollektionen waren vom Art déco inspiriert und zeichneten sich durch Platinfassungen aus. In den 1930er-Jahren wurden die Schmuckstücke größer und imposanter. Beliebt waren damals auch wandelbare Stücke: Eine Bulgari-Kette konnte so als Armband, Clip oder Brosche getragen werden. Zu dieser Zeit kreierte Bulgari seinen größten Erfolg: den Trombino Ring. Der Name leitet sich von der Form ab, die an eine kleine Trompete erinnert. Während der Kriegsjahre wurde das Platin durch Gold ersetzt und an Edelsteinbesatz gespart. In den 1950er-Jahren schaffte Bulgari durch seine opulenten Schmuckstücke eine neue Farbrevolution im Design-Zentrum Rom und damit weltweit.

Entgegen der Pariser Schmucktradition, bei der Diamanten die wichtigsten Schmucksteine bilden, entwickelt Bulgari einen Stil, der auf einer außergewöhnlichen Farbzusammenstellung aus Smaragden, Rubinen sowie Saphiren aller Arten beruhte. Gleichzeitig setzte Schmuck von Bulgari auf klassische Motive und einen traditionellen Schliff. Kompakte symmetrische Formen wurden zum Markenzeichen der Schmuckkollektion. Für markante, hochwertige Edelsteine führte Bulgari wieder den Cabochon-Schliff ein. Dieser hat seinen Ursprung in der Antike, war aber aus der Mode gekommen. Bulgari entdeckte, das es sich dabei um eine ausgezeichnete Methode handelt, die ästhetische Strahlkraft eines Steines zu zeigen. Schnell wurden weitere antike Schlifftechniken wie Mogul oder Takhti, mit der eine ovale Lumineszenz erreicht wird, etabliert. Es wurde ein einzigartiger Stil entwickelt, der vom griechisch-römischen Klassizismus, der italienischen Renaissance und der römischen Goldschmiedeschule inspiriert ist.

Auf dem Weg zur weltweiten Berühmtheit

In der Hoch-Zeit des Dolce Vita erlangte Bulgari weltweite Berühmtheit. Die Stilikonen der 1950er- und 1960er-Jahre wie Sophia Loren, Audrey Hepburn und Elisabeth Taylor entdeckten ihre Vorliebe für Bulgari-Schmuck. Die Marke wurde zum Liebling des Jetsets. Noch heute wird der Schmuck von Bulgari aus dieser Zeit zu Galas und auf roten Teppichen von Promis angelegt. Die hohe Handwerkskunst und Opulenz der Schmuckstücke sorgt dafür, dass sie auch heute noch Eyecatcher sind.

Die Bulgari-Schmuckkollektionen der 1970er-Jahre sind dagegen Ausdruck einer Zeit des Experimentierens, der Provokation und der Hoffnung: Kein anderes Jahrzehnt brachte so viele Motive hervor. Einflüsse aus der Kunst des asiatischen und nordafrikanischen Raums spielten damals eine große Rolle. Eine Brosche mit dem Japanischen Fuji als Motiv war in der Kollektion ebenso vertreten wie eine Bulgari-Kette mit einem Anhänger in Form eines Buddhas. Mit der Pop-Art-Bewegung fanden sich aber auch alltägliche Dinge wie Kartenspiele oder Eiscreme im Bulgari-Schmuck wieder.

In den 1980er- und 1990er-Jahren kehrten Opulenz und Farbe wieder zurück in die Bulgari-Schmuckkollektion. In dieser Zeit schuf das Unternehmen ein Image, das bis heute bestehen geblieben ist. Gelbgold, Volumen, auffällige Farben, klare Formen und stilisierte Motive machen den Schmuck von Bulgari aus. Eine Innovation dieser Zeit bestand darin, weniger wertvolle Steine einzusetzen, um interessante Farbeffekte zu erzielen. Die Schmuckstücke wurden unkonventioneller, raffinierter und zum Teil wertvoller. Außerdem waren sie zu jedem Anlass tragbar. Bulgari setzte nun vor allem auf wandelbare Schmuckstücke, die durch ihre Wiederholung von Elementen und starken Designs prägend waren. Das bekannteste Motiv ist bis heute der Parentesi. Es ist inspiriert vom Tavertin-Straßenpflaster römischer Bürgersteige und findet sich bis heute auf Ringen, Armbändern und Ketten von Bulgari wieder.

Bulgari bleibt sich treu

Inzwischen gibt es 236 Bulgari-Boutiquen auf der ganzen Welt. Im neuen Jahrhundert besinnt sich das Luxusunternehmen wieder mehr auf seine Anfänge. Das Motto des 21. Jahrhunderts ist Haute Joaillerie. Der neue Stil zeichnet sich weniger durch Volumen und große Formen als durch Filigranität aus. Weißgold und Platin sowie zarte und flexible, durchbrochene Motive entsprechen dem neuen Designtrend von chromefarbenen Metallen. Die zweidimensionale und lineare LVCEA Kollektion aus dem Jahr 2001 spiegelt diese Neuentwicklung wider.

Trotz der filigraneren Kreationen ist Bulgari seinen traditionellen Materialien und Techniken treu geblieben: Gelbgold, Edelstein-Cabochons, eine Vorliebe für Saphire und eine fröhliche Farbigkeit zeichnen Schmuck von Bulgari bis heute aus.

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