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Das sind die exklusivsten Diamantschliffe

Closeup transparente Diamanten auf dunklem Hintergrund

Rohdiamanten existieren in der Natur ausschließlich in ihrer elementaren Form. Erst die verschiedenen Diamantschliffe bringen die einzigartige Schönheit eines jeden Diamanten hervor. Erfahre hier alles Wissenswerte über die verschiedenen Schliffe: Was sind ihre besonderen Merkmale? Wie haben sie sich historisch entwickelt? Und in welchen Schmuckstücken werden sie vorwiegend verwendet? 

Wenn du wissen möchtest, anhand welcher Qualitätskriterien sich Diamanten bemessen lassen, informiere dich näher über die 4 C der Diamanten!

Inhaltsverzeichnis

Schleifen – ein meisterhaftes Handwerk

Diamanten sind die härtesten natürlichen Stoffe auf der Welt – sie können nur mithilfe von Diamanten selbst geschliffen werden. Hierzu benutzen die Schleifer spezielle Scheiben, die mit Diamantpulver bedeckt sind.

Seit dem 14. Jahrhundert haben sich viele verschiedene Diamantschliffe herausgebildet. Der jeweilige Schliff ist vom Können und von den Kenntnissen der Schleifer abhängig: Sie versuchen, das Maximum an Brillanz und Größe aus jedem Diamanten herauszuarbeiten. Den modernen Schliff wie wir ihn heute kennen, gibt es erst seit dem 20. Jahrhundert, zuvor fehlte die erforderliche Technologie zum Bearbeiten der seltenen Edelsteine.

Grundsätzlich werden zwei Schliffarten von Diamanten unterschieden: der Glattschliff und der Facettenschliff. Bei einem Glattschliff bleibt die flache Ebene eines Steins erhalten, was einen Blick in seine Tiefen ermöglicht. Wird er im Facettenschliff geschliffen, ordnet der Schleifer die Facetten in bestimmten Winkeln zueinander an, wodurch sich das Licht vermehrt und das für Diamanten spezifische Funkeln entsteht.

Handwerker bearbeiten die Werkstücke in der Regel im Facettenschliff, weshalb der Artikel im Folgenden ausschließlich auf seine verschiedenen Formen eingeht.

Zwölf verschiedene Diamantschliffe

Der Altschliff – Wegbereiter des Brillantschliffs

Diamant mit Altschliff

Der Altschliff ist der Vorreiter des Brillantschliffs, welcher heutzutage als berühmtester Facettenschliff gilt. Vor dessen Debüt wurden alle Diamantschliffe als Altschliffe bezeichnet.

Seinen Ursprung hat der Altschliff im 14. Jahrhundert: Zuvor existierten Diamanten nur in ihrer elementaren Form als Rohdiamanten. Bei der ersten Altschliff-Form handelte es sich um einen Spitzstein, der poliert wurde, um seinen Glanz zu verbessern. Die ursprüngliche Form blieb unverändert. Erst im 15. Jahrhundert entwickelte sich mit dem sogenannten Tafelstein eine Variation, bei der sich durch das Abschleifen der beiden Spitzen zwei ebene Flächen (Tafeln) herausbildeten.

In den folgenden Jahrzehnten kamen immer mehr Facetten hinzu: Viele kleine glatt polierte Flächen kennzeichneten das Aussehen des Diamanten. Zudem wurde aus der viereckigen eine achteckige Rundiste, die die Trennkante zwischen dem Ober- und Unterteil des Juwels bildet.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich der Rosenschliff, der über eine ebene Grundfläche verfügte und dem Diamanten eine pyramidenartige Form gab.

Im 17. Jahrhundert entstand schließlich der Mazarinschliff, der 34 Facetten aufwies, die jedoch nicht harmonisch angeordnet waren. Das änderte sich im Laufe der Zeit: Der Schliff näherte sich immer mehr dem heutigen Brillantschliff an.

Altschliff Skizze von Oberseite und Unterseite

Der Altschliff im Überblick

Besondere Eigenschaften
  • Politur für mehr Glanz
Facetten
  • Erst seit dem 15. Jahrhundert integriert
  • Mazarinschliff: 34 Stück
Entwicklung
  • Ursprung: 14. Jahrhundert
  • Vorreiter des Brillantschliffs
  • Spitzstein
  • Tafelstein
  • Rosenschliff
  • Mazarinschliff

Der Brillantschliff – der Klassiker unter den Facettenschliffen

Diamant mit Brillantschliff

Der Brillantschliff – oder auch Rundschliff genannt – ist der bekannteste aller Facettenschliffe. 1919 von dem Mathematiker Marcel Tolkowsky entwickelt, spiegelt der symmetrische Schliff die einfallenden Lichtstrahlen bestmöglich wieder. An dieser Schliffform orientieren sich die Amerikaner heute noch. In Deutschland dient heutzutage der von Alfred Eppler etablierte Feinschliff als Grundlage für den glänzenden Brillantschliff.

Ein Brillant besteht aus einer Krone, die oben mit einer Tafel abschließt. Zudem verfügt er über eine kreisrunde Rundiste, welche den breitesten Teil des Diamanten ausmacht. Das Unterteil umfasst einen mit einer Spitze (Kalette) endenden Pavillon.

Die Größenverhältnisse von Tafel, Oberteil und Unterteil variieren. Insgesamt darf der Diamantschliff weder zu flach noch zu tief sein, denn die richtigen Proportionen bestimmen die jeweilige Brillanz des Diamanten.

Skizze eines geschliffenen Diamanten mit Bezeichnung der einzelnen Teile

Skizze eines geschliffenen Diamanten mit Bezeichnung der einzelnen Teile

Doch warum funkelt ein Brillant so stark? Das wunderschöne Glitzern entsteht aufgrund der vielen symmetrisch angeordneten Facetten auf der Diamantoberfläche – mindestens 32 im Oberteil und 24 im Unterteil. Das Licht wird von einer Facette zur anderen reflektiert und strahlt durch die Oberfläche des Diamanten zurück. Dadurch zeigt sich ein einzigartiger Glanz in allen Regenbogenfarben, der als “Feuer” bekannt ist und einen tollen optischen Effekt zur Folge hat.

Brillantschliffe sind bei Ringen – vor allem bei Verlobungsringen – sehr beliebt. Zusammen mit einer Krappenfassung in Weißgold bilden sie einen klassischen und zeitlosen Verlobungsring.

Brillantschliff Oberseite und Unterseite

Der Brillantschliff in der Zusammenschau

Eigenschaften
  • Stärkste Brillanz
  • optimales Feuer
Facetten
  • Mindestens 56 (57 mit Kalette)
Entwicklung
  • Nachfolger des Altschliffs
  • Erfinder: Marcel Tolkowsky
Weitere Bezeichnungen
  • Rundschliff

Hearts & Arrows – perfekte Symmetrie in einem Schliff

Hearts & Arrows ist die seltenste und kostbarste Form des Brillantschliffs. Bei dem Diamantschliff lassen sich auf der oberen Seite acht punktsymmetrische Pfeile erkennen, von unten sind acht Herzen in den funkelnden Facetten zu sehen.

Den exklusiven Schliff entdeckte der japanische Diamantschleifer Takanori Tamura in den 80er-Jahren zufällig: Er bemerkte, dass sich ein Muster aus Pfeilen und Herzen ergibt, wenn er gewisse Parameter berücksichtigt. Vor allem die perfekte Symmetrie und ideale Proportionen spielen eine wichtige Rolle, denn erst dadurch entsteht das faszinierende, feurige Funkeln. Der Hearts & Arrows-Schliff ist auch über die Grenzen Japans beliebt, seit sich die Schliffform Anfang der 90er-Jahre zunehmend verbreitete.

Diamanten dieses Schliffs sind viel kostspieliger als entsprechende Steine in anderen Formen. Der Grund hierfür ist, dass es wegen der notwendigen Präzision deutlich länger dauert diesen anzufertigen als einen Brillantschliff. Bereits kleinste Abweichungen beim Platzieren der Facetten ruinieren das gleichmäßige Muster.

Hearts & Arrows-Schliff Oberseite und Unterseite

Zusammengefasst: Der Hearts & Arrows-Schliff

Eigenschaften
  • perfekte Symmetrie
  • Muster aus acht Herzen und acht Pfeilen
  • feuriges Funkeln
Facetten
  • 57
Entwicklung
  • 1980er-Jahre: Entdeckt von Takanori Tamura
Weitere Bezeichnungen
  • Terminus patentiert (1988)

Der Ovalschliff – Glamour eines Brillanten in Ellipsenform

Diamant mit Ovalschliff auf weißem Hintergrund

Auch der exotische Ovalschliff basiert grundlegend auf dem Brillantschliff. Der Unterschied ist, dass der Stein im Ovalschliff keine runde, sondern eine ovale Form besitzt. Diese Schliffform, die den Diamanten optisch größer erscheinen lässt, ist ein Mix aus dem runden Brillant- und dem Tropfenschliff – eingeführt von dem russischen Schleifer Lazare Kaplan in den 50er-Jahren.

Ein Stein in dieser Schliffform hat als Grundelement eine ovale Tafel und besitzt außenrum mindestens 56 Facetten. Wie beim Hearts & Arrows-Schliff ist deren optimale Symmetrie von großer Bedeutung für die Brillanz. Sind die Facetten nicht regelmäßig, erscheint der Diamant schief, was sich negativ auf seine Leuchtkraft auswirkt.

Der Ovalschliff ist zeitlos und die perfekte Wahl, wenn der Diamant eine ausgefallene Form, aber gleichzeitig das einzigartige Funkeln eines Brillanten aufweisen soll. Ovale Schmucksteine sind besonders an Ringen gefragt, da die Finger aufgrund der Form des Steins optisch gestreckt wirken.

Ovalschliff Oberseite und Unterseite

Der Ovalschliff in der Übersicht

Eigenschaften
  • oval, symmetrisch, abgerundet
  • starke Brillanz
Facetten
  • Mindestens 56
Entwicklung
  • 1950er-Jahre in Russland: Lazare Kaplan
Beliebte Verwendung
  • Ringe

Der Marquiseschliff – das Schiff unter den Brillantschliffen

Diamant mit Marquiseschliff

Der Marquiseschliff ist eine weitere Form, welche auf dem Brillantschliff beruht. Ein Diamant mit diesem Schliff hat eine längliche Gestalt und läuft in beide Richtungen spitz zu. Diese Schliffform wird auch als “Navette” (Schiffchen) bezeichnet, da sie dem Rumpf eines kleinen Bootes ähnelt.

Den Beginn der Geschichte dieses Diamantschliffs finden wir in Frankreich, datiert auf die Mitte des 18. Jahrhunderts: König Ludwig XV gab seinem Juwelier den Auftrag, einen Diamanten anzufertigen, der ihn an das Lächeln seiner Auserwählten Marquise Jeanne de Pompadour erinnerte. Zu ihren Ehren benannte er die Form als “Marquiseschliff”.

Die Facetten sind genau wie beim Brillantschliff angeordnet, da sie so die Brillanz und das Feuer des Diamanten am besten verstärken. Um eine harmonische Form zu erhalten, sollten die Proportionen bei diesem Schliff bei 2:1 liegen. Nicht selten ist das “Schiffchen” aber auch etwas gestreckter oder gestauchter vorzufinden.

Der Vorteil dieser Gestalt liegt darin, dass der Diamant größer wirkt als bei anderen Schliffen mit dem gleichen Diamantgewicht. Aufgrund dessen verlängert ein Ring mit einem Stein im Marquiseschliff den Finger optisch. Aber auch zu Ohrringen und Anhängern passt er hervorragend. Als besonders beliebt erwies sich die Form zwischen den 60er- und 80er-Jahren.

Marquiseschliff Oberseite und Unterseite

Der Marquiseschliff im Überblick

Eigenschaften
  • außergewöhnliche Form
  • zwei spitze Enden
  • starke Brillanz
Facetten
  • 56-58  üblicherweise
Entwicklung
  • 18. Jahrhundert in Frankreich: König Ludwig XV
Weitere Bezeichnungen
  • Navette
Beliebte Verwendung
  • Anhänger
  • Ohrringe
  • Ringe

Der Tropfenschliff – ein Sinnbild für Freudentränen

Diamant mit Tropfenschliff auf weißem Hintergrund

Diamanten mit einem Tropfenschliff verfügen über eine einzigartige Gestalt – sie laufen auf der einen Seite spitz zu und ihr anderes Ende ist rund und breit, was der Form eines Tropfens oder einer Träne ähnelt. Der Schliff ist eine bemerkenswerte Komposition aus dem Brillant- und dem Marquiseschliff, welche zu einem atemberaubenden Schauspiel an Brillanz führt.

Alternativ ist der Schliff als „Pendeloqueschliff bekannt: Der Begriff “Pendeloque” leitet sich von dem französischen Begriff “Pendule” für Pendel ab. Der Terminus wird verwendet, da die Form ebenfalls an die eines Pendels erinnert.

Einen Stein in Tropfenform stellte erstmals der belgische Schleifer Lodewyk van Berquem aus Brügge im 15. Jahrhundert her. Er war es auch, der das Polierrad für Diamanten – genannt Scaif – erfand. Im 18. Jahrhundert erlangte die ikonische Form Bekanntheit als Sinnbild für Freudentränen.

Die meisten Steine in Tropfenform besitzen zwischen 56 und 58 Facetten. Diese große Anzahl führt zu einem wunderschönen Funkeln, was den Schliff sehr begehrt macht. Besonders beliebt sind die Schmucksteine in Tropfenform bei Ohrringen. Aber auch in Ringen finden die tropfenförmigen Steine häufig Verwendung, denn wie der ovale Schliff schmeichelt der längliche Tropfenschliff seiner Trägerin. Wird die Spitze in Richtung des Nagels getragen, lässt dies den Finger optisch länger erscheinen.

Tropfenschliff Oberseite und Unterseite

Der Tropfenschliff in Kürze

Eigenschaften
  • außergewöhnliche Form
  • ein spitzes und ein rundes Ende
Facetten
  • 56-58 üblicherweise
Entwicklung
  • 15. Jahrhundert in Brügge: Lodewyk van Berquem
Weitere Bezeichnungen
  • Pendeloqueschliff
  • Tränenschliff
Beliebte Verwendung
  • Ohrringe
  • Ringe

Der Herzschliff – eine besondere Form für alle Romantiker

Diamant mit Herzschliff auf weißem Hintergrund

Bei dem Herzschliff handelt es sich um einen sehr seltenen und exklusiven Diamantschliff, der durch seine besondere Herzform hervorsticht. Die Herzen unterscheiden sich je nach Herstellung und Struktur voneinander, ihre Grundlage bilden aber immer symmetrische Rundungen mit 56 bis 58 Facetten.

Den Überlieferungen zufolge trat der Herzschliff schon im 14. Jahrhundert auf. Der Name Galeazzo Maria Sforza, seines Zeichens Großfürst von Mailand, ist in diesem Zusammenhang bekannt geworden, da er erstmals über einen Diamanten in Herzform schrieb. Allerdings wurden in früheren Zeiten auch dreieckige und tropfenartige Steine als herzförmig deklariert.

Herzen gelten als Symbol der Liebe: Schmuckstücke mit Herzschliff eignen sich hervorragend als Geschenk für die Partnerin – zum Beispiel in Form eines romantischen Anhängers oder eines wundervollen Verlobungsrings. Besonders zur Geltung kommt die Herzform bei größeren Diamanten.

Herzschliff Oberseite und Unterseite

Der Herzschliff in der Zusammenschau

Eigenschaften
  • einzigartige Herzform
  • symmetrische Rundungen
Facetten
  • 56-58 üblicherweise
Entwicklung
  • 14. Jahrhundert in Mailand: Galeazzo Maria Sforza
Beliebte Verwendung
  • Geschenk für die Partnerin
  • Anhänger
  • Ring

Der Smaragdschliff – prominentester Vertreter der Treppenschliffe

Diamanten mit Smaragdschliff

Der Smaragdschliff – im Englischen Emerald-Cut genannt – ist einer der bekanntesten Schliffe. Er gehört nicht zu den Brillant-, sondern zu den Treppenschliffen, da seine Facetten stufenartig angeordnet sind und an eine Treppe erinnern. Mit der Grundform eines abgestuften Oktaeders – länglich, rechteckig und abgeschnittene Ecken – variiert die Anzahl der Facetten. Üblich sind 57 glatt polierte Flächen: 25 auf der Oberseite und 32 auf der Unterseite.

Die genaue Entstehung des Schliffs ist nicht bekannt. Jedoch lassen sich einige Vorgaben auf den früheren Tafelschliff zurückführen. Ursprünglich wurde der Smaragdschliff – wie der Name andeutet – speziell für Smaragde entwickelt, inzwischen findet er auch bei anderen Steinen Anwendung. Er sorgt insgesamt für weniger Feuer als ein Brillantschliff. Dafür legt die breite, polierte Tafel die Reinheit des Diamanten offen, weshalb es sich empfiehlt, Steine von hoher Qualität und ohne Verunreinigungen zu verwenden.

Trotz seiner langen Geschichte, erfreut sich der Schliff dank seines prachtvollen Aussehens und seines Vintage-Looks einer großen Popularität: Viele prominente Damen tragen Schmuckstücke mit einem Smaragdschliff, da er die Juwelen besonders elegant wirken lässt. Die Steine werden vorzugsweise in Ringe integriert, da ihre Form die Finger optisch streckt.

Ähnlich dem Smaragdschliff ist der Baguetteschliff, der 1925 explizit für Diamanten entwickelt wurde und zahlreiche Bewunderer findet. Der rechteckige Klassiker hat abgeflachte Ecken sowie eine länglichere Tafel als der Smaragdschliff und findet häufig als Seitenstein in Ringen Verwendung.

Smaragdschliff Oberseite und Unterseite

Das Wichtigste über den Smaragdschliff

Eigenschaften
  • länglich, abgeschnittene Ecken
  • Treppenschliff
Facetten
  • 57 üblicherweise
Entwicklung
  • aus Vorgaben des Tafelschliffs entstanden
  • 20. Jahrhundert
Weitere Bezeichnungen
  • Emerald-Cut
Beliebte Verwendung
  • Ringe

Der Prinzessschliff – quadratisch, modern und populär

Diamant mit Prinzessschliff

Der Prinzessschliff – Englisch: Princess Cut – ist mit seiner Mischung aus Brillant- und Smaragdschliff einer der beliebtesten aller Diamantschliffe.

Er hat eine quadratische Form auf dessen Oberseite dreieckige Facetten die Tafel umschließen. Der Übergang zur Rundiste setzt sich aus trapezförmigen Facetten zusammen. Auf der unteren Seite formen die glatt polierten Flächen einen Stern mit vier Strahlen.

Normalerweise verfügt der Princess Cut über 58 oder 76 Facetten – die Anzahl kann jedoch auch stark davon abweichen. Vereinzelt gibt es Varianten mit bis 146 Stück. Aufgrund seiner Pyramidenform mit schrägen Kanten kann ein Diamant mit diesem Schliff mehr Licht zerlegen als alle anderen rechteckigen Formen, was zu einem besonders starken Feuer führt.

1961 vom Londoner Schleifer Arpad Nagy entwickelt, wurde die Betitelung “Prinzessschliff” für den Profilschliff verwendet. Später verwendeten Bez Ambar und Israel Itzkowitz den Terminus in Israel, wo der Schliff in seiner heute bekannten Gestalt seine Wurzeln findet.

Als weiterer Vorläufer zählt der Barionschliff – 1971 in Johannesburg begründet und zu den modernen Schliffformen gehörend. Als sein Erfinder gilt Basil Watermeyer, der den Prinzessschliff als Barionschliff bekannt machte. Das Wort “Barion” bildet eine Kombination aus seinem eigenen Vornamen und dem seiner Frau Marion.

Der Prinzessschliff gilt bei Ohrringen und besonders bei Solitär-Verlobungsringen als sehr gefragt: Denn seine Form ist sehr elegant, raffiniert und modern, weshalb sie jedem Ring eine gewisse Klasse verleiht.

Prinzessschliff Oberseite und Unterseite

Der Prinzessschliff auf einen Blick

Besondere Eigenschaften
  • moderne, quadratische Form
  • stärkstes Feuer aller Karreeschliffe
Facetten
  • 58 oder 76 üblicherweise
Entwicklung
  • 1961 in London: Arpad Nagy
  • 1971 in Johannesburg: Basil Watermeyer
Weitere Bezeichnungen
  • Princess Cut
  • Barionschliff
  • Karreeschliff
Beliebte Verwendung
  • Ohrringe
  • Verlobungsringe

Radiantschliff

Diamant mit Radiantschliff auf schwarzem Hintergrund

Der Radiantschliff weist sowohl Eigenschaften des Brillant- als auch des Treppenschliffs auf, weshalb er als einzigartiger Hybridschliff gilt. Für ihn sind eine viereckige Form sowie abgeschrägte Ecken charakteristisch.

Henry Grossbard gelang es 1977, die Bearbeitung quadratischer und rechteckiger Steine neu zu gestalten: Er fertigte erstmals Diamanten im eleganten Treppenschliff an, die genauso prachtvoll leuchteten wie diejenigen mit dreieckigen Facetten.

Typischerweise besteht ein Stein mit Radiantschliff aus 70 Facetten, es gibt ihn aber auch mit 66 Stück. Die hohe Anzahl der glatt polierten Flächen steigert das glänzende Farbspiel des Diamanten.

Ebenfalls wichtig ist das richtige Längen-Breiten-Verhältnis: Möchtest du lieber einen quadratischen Stein, empfiehlt sich ein Verhältnis zwischen 1,00 und 1,05. Präferierst du eine rechteckige Form, dann wähle einen Diamanten mit einem Verhältnis von mehr als 1,10.

Sein vielseitiges Äußeres macht den Radiantschliff für alle Arten von Schmuckstücken beliebt. Wenn deine Liebste auffällige Formen mag, eignet er sich gut für Verlobungsringe. Tipp: In Fassungen, in denen die Akzentsteine den zentralen Diamanten umgeben, sticht der Schliff besonders hervor.

Radiantschliff Oberseite und Unterseite

In Kürze: Der Radiantschliff

Besondere Eigenschaften
  • quadratisch oder rechteckig mit abgeschrägten Ecken
  • brillanter Treppenschliff
Facetten
  • 70 üblicherweise
Entwicklung
  • 1977: Henry Grossbard
Beliebte Verwendung
  • vielseitig einsetzbar
  • Verlobungsringe

Der Trilliantschliff – Extravaganz in seiner schönsten Form

Diamant mit Trilliantschliff auf weißem Hintergrund

Was den Trilliantschliff – auch bekannt als Trillionschliff – ausmacht, ist seine dreieckige Form mit drei gleichen Seiten. Diese erinnert an eine Triangel. Die Anzahl der Facetten liegt bei 31 oder 50 – je nach Einsatz des Steins als Solitär oder als Akzentstein.

In Amsterdam wurde die Grundform des Trilliantschliffs entwickelt, woraus die Henry Meyer Diamond Company in New York 1962 die moderne Variation begründete und patentieren ließ. Heutzutage bezieht sich der Begriff auf alle Brillantschliffe mit einer dreieckigen Form.

Juwelen mit dieser Schliffform zeigen ein atemberaubendes Feuer und eine sehr schöne Brillanz, weshalb sie sich hervorragend für Verlobungsringe eignen – egal ob als zentraler Diamant oder als Akzentsteine. Letztere setzen einen Solitär perfekt in Szene.

Trilliantschliff Oberseite und Unterseite

Der Trilliantschliff im Überblick

Eigenschaften
  • dreieckige Form
  • starkes Feuer und schöne Brillanz
Facetten
  • 31 oder 50
Entwicklung
  • Grundform in Amsterdam entwickelt
  • 1962 in New York: Henry Meyer Diamond Company
Weitere Bezeichnung
  • Trillionschliff
Beliebte Verwendung
  • Verlobungsringe

Der Asscherschliff – markant und exklusiv im Aussehen

Diamant mit Asscherschliff auf weißem Hintergrund

Ein in Asscherform geschliffener Diamant hat von oben aus gesehen einen quadratischen Korpus mit angeschnittenen Ecken und ist dem Smaragdschliff sehr ähnlich. Daher ist er häufig unter dem Terminus “Quadratischer Smaragdschliff” aufgeführt.

Bei dem Asscher handelt es sich um den hellsten aller Treppenschliffe: Eine hohe Krone, eine kleine Tafel, weiche Kanten sowie eine besondere Tiefe zeichnen ihn aus. Durch diese Spezifika entsteht eine einzigartige prismatische Brillanz, welche an ein Spiegelkabinett erinnert. Üblicherweise hat ein Stein im Asscherschliff 50 oder 58 Facetten, ein Royal Asscher sogar 74.

Der Schliff ist nach seinem Erfinder, dem Diamantschleifer Joseph Asscher, benannt. Er entwickelte den Diamantschliff Anfang des 20. Jahrhunderts in der Zeit der Art Déco-Bewegung. Das Original hatte drei Stufen in der Krone und sieben im Pavillon. Im Laufe des 21. Jahrhunderts wurde der Schliff vielfach weiterentwickelt und verändert. Heute besitzt er in der Regel weniger Stufen im Pavillon und ist berühmter denn je.

Der markante Schliff eignet sich für alle, die einen besonderen Schatz in ihrem Besitz wissen möchten und dem exklusiven Charme nicht widerstehen können.

Asscherschliff Oberseite und Unterseite

Der Asscherschliff in der Übersicht

Eigenschaften
  • quadratisch mit angeschnittenen Ecken
  • starkes Feuer und schöne Brillanz
Facetten
  • 50 oder 58 (Royal Asscher: 74)
Entwicklung
  • 20. Jahrhundert: Joseph Asscher
  • 21. Jahrhundert: viele Modifizierungen
Weitere Bezeichnungen
  • Quadratischer Smaragdschliff

Der Kissenschliff – ein Schliff mit atemberaubendem Farbenspiel

Diamant mit Kissenschliff auf weißem Hintergrund

Der Kissenschliff, im englischsprachigen Raum bekannt als Cushion Cut, ist ein rechteckiger oder quadratischer Schliff mit abgerundeten Ecken. Er erinnert aufgrund seiner Form an ein aufgeschlagenes Kissen. Ebenso ist der Begriff Kerzenscheinschliff“ gebräuchlich, was daher kommt, dass die Juwelen im Kerzenlicht besonders strahlen.

Der Diamant weist eine geringere Brillanz auf als ein runder. Die größeren Facetten – 58 an der Zahl – führen allerdings zu einer höheren Lichtstreuung. Diese mündet in ein einzigartiges Farbspiel in allen Regenbogenfarben, was den Kissenschliff zu einem der glänzendsten aller Treppenschliffe macht.

Entstanden ist der Kissenschliff im 19. Jahrhundert. Seitdem hat er einige Veränderungen erlebt, da sich im Laufe der Zeit zahlreiche Varianten dieser Schliffform herausgebildet haben. Insgesamt wirken Diamanten in Kissenform noch immer etwas antik, erreichen aber mehr und mehr an Popularität.

Die elegante und luxuriöse Form lässt alle Herzen von denjenigen Frauen höherschlagen, die gerade Linien bevorzugen und sich nicht von verspielten Formen beeindrucken lassen.

Hollywood-Sternchen wie Jennifer Aniston oder Anne Hathaway bekamen beispielsweise einen Verlobungsring mit einem Diamanten in Kissenform. Und auch Lady Gaga trug bei der Oscarverleihung 2019 ein besonderes Juwel im Kissenschliff: den mit 128,54 Karat größten geschliffenen gelben Diamanten auf der Welt.

Kissenschliff Oberseite und Unterseite

Zusammengefasst: Der Kissenschliff

Eigenschaften
  • rechteckig/quadratisch wie ein Kissen
  • einzigartiges Farbenspiel
Facetten
  • 58 üblicherweise
Entwicklung
  • 19. Jahrhundert
Weitere Bezeichnungen
  • Cushion Cut
  • Kerzenscheinschliff

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Diamant Ring und Diamant Ohrstecker in einer Collage

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