Dear Visitor, FineJewels24 is also available in English.  For the English Version, please click here
close

Edelmetalle – die wertvollsten Schwermetalle

Goldring und Silberring mit Diamanten auf weißem Hintergrund

Edelmetalle spielen eine große Rolle in der Schmuckindustrie: Ringe, Ketten oder Armbänder aus Gold, Silber sowie Platinmetallen sind besonders begehrt und aus der Schmuckwelt nicht wegzudenken.

Die edlen Schwermetalle verfügen über wertvolle Eigenschaften: Sie gehören zu den Elementen, die sehr stabil sind und eine hohe Korrosionsbeständigkeit aufweisen, weshalb sie sich gut für die Herstellung von Juwelen eignen. Aber auch als Kapitalanlage werden sie immer beliebter. Erfahre jetzt mehr über ihre Historie, ihr Vorkommen und ihre Verwendung!

Inhaltsverzeichnis

Was sind Edelmetalle?

Zur Gruppe der Schwermetalle gehörend, zählen Edelmetalle zu den Elementen, die nur schwer chemische Verbindungen eingehen. Sie reagieren weder mit Luft noch mit Wasser und weisen eine besondere Korrosionsbeständigkeit auf, was bedeutet, dass sie nicht oxidieren.

Zusammengefasst: Sie sind schwer, unbegrenzt haltbar, rosten nicht und sind dennoch leicht zu formen.

Ihnen gehören Gold, Silber und die Platinmetalle – Platin, Iridium, Osmium, Palladium, Rhodium und Ruthenium – an. Genau genommen sind auch künstliche Elemente wie Bohrium, Copernicium, Darmstadtium, Hassium, Meitnerium und Roentgenium Edelmetalle, wobei es sich bei diesen um kurzlebige, radioaktive Stoffe handelt. Auch Bronze und Quecksilber werden gelegentlich zu dieser Materialart gezählt, obwohl ersteres eine Legierung aus Kupfer und Zinn ist und sich zweiteres viel reaktiver zeigt als die Edelmetalle.

Von den Edelmetallen zu unterscheiden sind Halbedelmetalle und unedle Metalle.

Welche Elemente zählen zu den Halbedelmetallen?

Halbedelmetalle sind weitestgehend korrosionsbeständig, haben im Gegensatz zu den Edelmetallen aber ein höheres Standardpotential als Wasserstoff. Daher bilden sie keinen Wasserstoff bei der Reaktion mit Salzsäure oder Schwefelsäure. Zu dieser Gruppe gehören:

Die reaktionsfreudigen unedlen Metalle

Eine weitere Differenzierung erfolgt in unedle Metalle, welche mit dem Sauerstoff in der Luft reagieren. In dieser Kategorie finden sich beispielsweise Aluminium, Eisen und Blei zusammen: Sie alle kommen in der Natur nicht in ihrer elementaren Form vor, sondern werden als Metallerz abgebaut.

Faszination Gold – das begehrte Edelmetall im Querschnitt

Gold ist ein weiches und dehnbares Metall, welches hellgelb glänzt. Seinen Namen hat das Element von dem indoeuropäischen Wort “ghel”, was “gelb-glänzend” bedeutet.

Stein aus Gold vor gold-schwarzem Hintergrund

Historie: Gold als Symbol von Wohlstand und Macht

Ägyptische Arbeiter entdeckten das Edelmetall im vierten Jahrtausend vor Christus seither gilt es als besonders wertvoll: In der ägyptischen Hochkultur verkörperte der Rohstoff Reichtum sowie Macht und war nur dem Pharao sowie den Hohepriestern vorbehalten. Für die Heilige Schrift spielt es ebenfalls eine zentrale Rolle: Ganze 389 Mal erwähnt die Bibel das edle Material in Zusammenhang mit dem Bau von heiligen Tempeln.

Aus dem antiken Griechenland sind gold verzierte Schwerter, Ohrringe, Halsketten oder altehrwürdige Schätze wie Kronen und Vasen bekannt. Im Mittelalter machte das kostbare Aurum Spanien zum weltweit reichsten Land, indem die Konquistadoren auf ihren Beutezügen große Mengen an Gold entwendeten.

Und auch heute noch ist das glänzende Edelmetall überaus begehrt und übt weltweit eine große Faszination auf seine Betrachter aus.

Goldene Schmuckstücke wie Ketten und Armreifen auf schwarzem Hintergrund

Wo kommt das wertvolle Edelmetall vor?

Da es in dem westafrikanischen Königreich früher große Mengen an Gold gab, suchten zahlreiche portugiesische Entdecker wie Christopher Kolumbus in Mali nach dem gelb-glänzenden Element – bis im 17. Jahrhundert bedeutende Vorkommen in Brasilien entdeckt wurden.

1849 kam es zum ersten Goldrausch in den USA, was zahlreiche Abenteuerlustige verleitete, dorthin zu ziehen und nach dem feinen Material zu suchen. Der zweite Goldrausch ereignete sich 1897 in Alaska, wo die Gewinnung meist durch das Waschen und Sieben von Sand erfolgte.

Goldwäscher beim Sieben von Sand

Heutzutage wird Gold vor allem durch den Bergbau gefördert, wofür schwere Maschinen zum Einsatz kommen; der manuelle Abbau geht kaum noch vonstatten. Pro Jahr bringen die Arbeiter circa 2.600 Tonnen reines Aurum zu Tage, aber auch als Nebenprodukt bei der Raffination von anderen Metallen kann es anfallen.

Ein Laster fährt in einer Bergbaugrube und fördert Gold

Die größten Vorkommen befinden sich in China, Australien, Russland, Kanada und in den USA. Auch in der Erdkruste ist das Material zu finden – allerdings in sehr geringen Mengen, denn der Anteil beträgt nur vier Gramm pro 1000 Tonnen.

Wofür wird Gold verwendet?

Zahlreiche rituelle Gegenstände sowie die Kunst verschiedenster Kulturen sind aus dem beliebten gelben Material gefertigt. Aber auch in der modernen Technik kommt das Element zum Einsatz, wo es zum Beispiel in der Zahnmedizin für Prothesen oder als Füllmaterial genutzt wird. Die Elektronik hingegen verwendet es für Bonden, Leiterplatten und Schaltkontakte. Vorwiegend wird das Edelmetall jedoch in Form von Schmuck oder Münzen verarbeitet.

Goldschmuck – edel und elegant

Wegen seiner Reinheit und anmutigen Eleganz wird das hochwertige Metall in der Schmuckwelt besonders zelebriert. Die Geschmeide bestehen aber nicht grundsätzlich aus reinem Gold: Um die Eigenschaften des Edelmetalls zu modifizieren, verwenden Juweliere Legierungen mit anderen Metallen – vorwiegend Silber und Kupfer.

Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Varianten, wobei 333er-, 585er-, 750er- und 900er-Gold die bekanntesten sind. Generell gilt: Je höher der Goldgehalt, umso korrosionsfester der Schmuck.

Ausführlichere Informationen findest du in unserem Artikel zu dem Thema Goldschmuck!

Nahaufnahme verschiedene goldene Schmuckstücke

Gold als Kapitalanlage

Auch in der Produktion von Münzgold und Goldbarren findet das gelb-glänzende Metall häufigen Einsatz, denn aufgrund seiner weichen und formbaren Eigenschaften, lässt es sich besonders gut prägen.

Erste Niederschriften über Goldmünzen wurden bereits im sechsten Jahrhundert vor Christus gefunden. Während im Altertum und im Mittelalter Goldmünzen noch als Zahlungsmittel bekannt waren, dienen sie heute vorwiegend als Sammlerstücke oder Kapitalanlage.

Da der Goldpreis stetig steigt, eignen sich vor allem Barren gut zur Wertanlage: Diese gibt es in verschiedenen Größen – üblicherweise von zehn Gramm bis zu einem Kilo.

Gestapelte Goldmünzen und Goldbarren

Krügerrand, eine sehr begehrte Anlagemünze aus Aurum, hat einen Goldgehalt von 99,9 Prozent. Als Motiv zeigt sie Paul Kruger, den früheren Präsidenten der Südafrikanischen Republik und Gründer des Kruger-Nationalparks im Nordosten des Landes.

Ein kleiner Tipp für alle Sammler: Seit 2017 wird der Krügerrand auch in Silber und Platin geprägt.

Goldmünze Krügerrand mit Paul Kruger als Motiv

Silber – das weiß glänzende Edelmetall

Der Name des weichen und dehnbaren Metalls leitet sich ursprünglich aus den altnordischen Sprachen ableitet: Die Goten benutzten den Begriff “silubr”, die Germanen “silabra”, um etwas Helles oder Weißes zu betiteln. Im Althochdeutschen entwickelten sich diese Wörter zu “silabar” weiter.

In der Chemie wird das Edelmetall mit “Ag” abgekürzt, was seinen Ursprung in dem lateinischen Wort “argentum” hat und sich mit “metallisch-weiß” übersetzen lässt. Der Terminus stammt von dem griechischen Begriff “Argyrus” ab.

Übrigens: Der südamerikanische Staat Argentinien ist nach dem traditionsreichen Edelmetall benannt, weil es dort so große Vorkommen gibt.

Kleiner Fels aus Silber auf weißem Hintergrund

Geschichte: Das Auf und Ab des Elements

Die Menschen nutzten Argentum bereits im fünften Jahrtausend vor Christus: Unter anderem die Griechen, Goten, Römer, Ägypter und Germanen verarbeiteten das edle Metall und handelten damit. Silber war für sie zeitweise sogar wertvoller als Gold.

Ab 1870 sank der Preis mit dem zunehmenden Wert von Gold. Die Entwicklung von rostfreiem Stahl in der Mitte des 19. Jahrhunderts sorgte für einen weiteren wirtschaftlichen Abstieg des Metalls, denn zahlreiche bis dato aus Silber hergestellte Produkte wurden nach dem Ersten Weltkrieg aus dem billigeren Edelstahl produziert.

Im 20. Jahrhundert gewann das hochwertige Material durch seinen vermehrten Einsatz in der Fotografie erneut an Bedeutung. Aufgrund der Digitalisierung kehrte sich dieser Bedeutungsgewinn in den letzten Jahren jedoch wieder um.

Wo ist Argentum zu finden?

Silber kommt in der Natur in elementarer, gediegener oder gebundener Form vor und weist ein verzweigtes, geflechtartiges Äußeres auf. Es ist in Gestalt von Körnern, Blättern oder Locken zu finden und entspringt größtenteils Silbererzen.

Im Mittelalter gab es große Vorkommen in der Slowakei, in Böhmen, im Erzgebirge und im Harz. Bis in die späten 70-er Jahre war auch Deutschland im Silberabbau stark vertreten. Heute ist das Edelmetall insbesondere in Mexiko, Peru und Australien zu finden: Die drei Länder gehören zu den wichtigsten Produzenten des weiß-glänzenden Stoffes, denn jährlich werden dort mehrere Tausend Tonnen gefördert.

Schon gewusst? Genau wie Gold tritt auch Silber in der Erdkruste auf – sogar 20 Mal häufiger als das goldfarbene Metall.

Einsatzgebiete des Stoffes

Die Nachfrage nach Silber steigt seit Jahrzehnten an, da es seine besonderen Eigenschaften in vielen Bereichen unmöglich machen, auf das glänzende Edelmetall zu verzichten. Vorwiegend kommt es in der Elektrotechnik, in der Optik sowie in der Schmuck- und Münzproduktion zum Einsatz. Genauso bestehen Musikinstrumente häufig aus dem Stoff und auch auf dem medizinischen Gebiet ist Argentum aufgrund seiner antiseptischen Wirkungsweise beliebt.

Preziosen aus Silber – trendig und luxuriös

Silberschmuck ist ein modisches Accessoire, das nie aus dem Trend kommt und deinem Outfit immer ein einzigartiges Aussehen verleiht.

Das am häufigsten in hochwertigen Geschmeiden verarbeitete Silber ist das 925er- Sterlingsilber mit einem Feingehalt von 92,5 Prozent, was aufgrund des enthaltenen Kupfers eine leichte Rotfärbung aufweist.

Des Weiteren existieren Juweliersilber mit einem Silbergehalt von 80 Prozent und Neusilber. Letzteres enthält trotz seines Namens kein Silber, sondern es besteht aus Kupfer, Nickel und Zink und ist vorwiegend zur Herstellung von Besteck gebräuchlich.

In unserem Lexikon findest du weitere wissenswerte Informationen zu Silberschmuck.

Ringe aus Silber mit Diamanten besetzt

Silber als Wertanlage

Silbermünzen weisen einen Feingehalt von über 50 Prozent auf. Bis 1970 befanden sich diese im normalen Geldumlauf, seither fungieren sie jedoch nur noch als Gedenkmünzen und als Kapitalanlage.

Barren aus Silber eignen sich aufgrund ihrer idealen Aufbewahrungsform gut als Wertanlage. Zudem ist es im Gegensatz zu Silbermünzen nicht notwendig, sie zu prägen. Bekannte Stücke stellen die Firmen Heraeus, Degussa und Umicore her, deren Exemplare einen Silbergehalt von 99,9 Prozent aufweisen. Genau wie bei Gold liegen die üblichen Größen zwischen zehn Gramm und einem Kilogramm pro Barren, wobei auf Anfrage auch deutlich größere erhältlich sind.

Genauso ist eine indirekte Investition in das Edelmetall über Wertpapiere möglich.

Silbermünzen und Silberbarren

Einsatz des glänzenden Metalls in der Medizin

Die Silber-Ionen wirken stark pilz- und bakterientötend, weshalb sie in Desinfektionsmitteln und zur Wundtherapie Gebrauch finden. Besonders bekannt ist das Silberpuder, welches oberflächliche Verletzungen, Schnitte und infizierte Wunden bekämpfen soll.

Wusstest du schon? Mit zwei Gramm Argentum lässt sich eine Million Kubikmeter Wasser desinfizieren!

Platinmetalle – die unterbewerteten Edelmetalle

Platinmetalle oder Platinoide sind gediegen vorkommende Edelmetalle mit hoher Dichte, die sich in leichte und schwere Varianten differenzieren lassen. Zu der ersten Gruppe gehören Ruthenium, Rhodium und Palladium, der zweiten Gruppe sind Osmium, Iridium und Platin zugehörig. Für die Schmuckbranche eignen sich jedoch in erster Linie Platin und Palladium.

Platin – das kleine Silber

Platin ist ein schweres, aber sehr weiches und dehnbares Edelmetall, das silbern oder grau-weiß glänzt. Sein Name stammt von dem spanischen Wort “platina” für “kleines Silber” ab, was ursprünglich einen abwertenden Beiklang hatte – inzwischen ist das korrosionsbeständige und widerstandsfähige Element aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften begehrter denn je.

Zeitgeschichte: Vom zweitklassigen zum hochgeschätzten Edelmetall

Die alten Ägypter verwendeten nicht nur Gold, sondern auch Platin zur Produktion von Schmuck. In Südamerika nutzten die Inkas das Edelmetall für rituelle Zwecke. Im Laufe der Zeit geriet es allerdings in Verruf: Viele sahen in dem einst so wichtigen Stoff nur minderwertiges Gold, weshalb es in Europa größtenteils unbekannt blieb.

Alchemisten befassten sich im 18. Jahrhundert näher mit dem unerforschten Metall und deklarierten es als eigenständiges Element. Im Zuge dessen entdeckten viele weitere Forscher die bemerkenswerten Eigenschaften, woraufhin es seinen Ruhm zurückerlangte. Seither übt Platin aufgrund seiner Seltenheit eine große Faszination auf reiche Königsfamilien aus.

Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte das immer beliebter werdende Element seinen endgültigen Durchbruch und etablierte sich als Standard für Fassungen von Diamanten. Seine enorme Wertschätzung hält bis heute an.

Wo triffst du auf das Element?

Platin tritt weniger häufig in der Natur auf als Gold – es kommt etwa 30 Mal seltener vor, weshalb es als besonders wertvoll gilt.

Über 80 Prozent des weltweiten Vorkommens sind in Südafrika zu finden. Weitere wichtige Ursprungsländer bilden Kanada (Ontario) und Russland (Norilsk); wobei es noch viele andere Herkunftsländer gibt, die jedoch nicht annähernd so bedeutsam sind.

Gebrauch des Stoffes

Das Material findet in elektrischen und medizinischen Geräten Anwendung: Elektroniker verwenden es gern für Dieselmotoren, in der Medizin werden daraus beispielsweise Herzschrittmacher gefertigt. Vordergründig nutzt es jedoch die Schmuckindustrie für die Produktion von exklusiven Kreationen, aber auch in Form von Barren zur Wertanlage ist das Edelmetall existent.

Platinschmuck – hochwertig und selten

Aufgrund seiner einzigartigen Charakteristika eignet sich Platin hervorragend für Halsketten, Ringe und Co., denn es läuft nicht an, behält seinen Glanz und ist besonders hautverträglich. Auch Kratzer können dem widerstandsfähigen Metall nichts anhaben, da es sein gesamtes Volumen behält.

Üblicherweise besteht der Schmuck nicht aus reinem Platin, sondern aus Platinlegierungen, die meist mit Kupfer gemischt sind. Darüber hinaus gibt es auch Gemische mit Aluminium, Palladium sowie Iridium.

Tiefergehende Informationen zur Verwendung von Platin als Schmuckmetall findest du in unserem Lexikon.

Zwei Eheringe aus Platin

 

Lohnt sich Platin als Kapitalanlage?

Platin war lange Zeit das wertvollste Edelmetall der Welt: Seltener und schwerer, besaß es einen höheren Eigenwert als Gold. Auch wenn sich das mittlerweile geändert hat, eignet sich Platin heutzutage noch immer hervorragend als Wertanlage.

1975 in Japan eingeführt, sind Platinbarren seit Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre auch in Europa sowie in den USA bekannt. Ihre zunehmende Verbreitung geht mit dem großen Preisanstieg des Edelmetalls einher. Besonders bekannt sind die Unternehmen Johnson Matthey & Co sowie Engelhard Corporation, die Barren mit einem Gewicht von einer bis zu zehn Unzen anfertigen.

1983 brachte die Insel Isle of Man eine Platinmünze von einer Unze heraus. Aufgrund der großen Popularität, stellten daraufhin Länder wie Australien oder Kanada eigene Exemplare her. Inzwischen werden die Münzen aufgrund des geringen Angebots aber nur noch vereinzelt geprägt.

Zwei Platinbarren

Palladium – das Edelmetall im Aufwärtstrend

Ebenfalls zu den Platinmetallen gehört Palladium: das Metall, welches am reaktionsfreudigsten ist und den niedrigsten Schmelzpunkt innerhalb dieser Gruppe besitzt. Das seltene, silberweiße Element lässt sich zudem gut formen, weshalb es häufig als Legierungs- und Überzugsmaterial verwendet wird.

Das göttliche Element

1802 entdeckte der englische Naturwissenschaftler William Hyde Wollaston das Edelmetall in südamerikanischem Platinerz. Er benannte es nach einem großen Asteroiden, welcher – angelehnt an die griechische Göttin Pallas Athene – als “Pallas” betitelt wurde.

In welchen Regionen findest du das silberweiße Metall?

Palladium kommt im Vergleich zu Gold und Platin häufig in der Natur vor, dennoch ist es insgesamt eher selten aufzufinden. Die bedeutendsten Herkunftsländer sind Russland, Australien, Äthiopien und Amerika. Jedoch neigen sich die Vorkommen langsam dem Ende zu, weshalb sich Palladium heutzutage primär aus Nickel- und Kupfererzen gewinnen lässt.

Wofür wird das Edelmetall verwendet?

Palladium kommt vorwiegend in der Schmuckindustrie sowie als Wertanlage in Form von Münzen und Barren zum Einsatz.

Geschmeide aus Palladium

In seiner Reinform ist Palladium zu weich für die Schmuckherstellung, daher wird es in Form von Legierungen verwendet: Zusammen mit Iridium, Ruthenium, Rhodium, Kupfer, Silber und Gold entstehen verschiedenste homogene Gemische.

Palladium als Anlage: Rentiert sich das?

Als Kapitalanlage ist das Element noch weitestgehend unbekannt, weshalb es als Nischenprodukt gilt. Wegen seiner Preisschwankungen ist es weniger beliebt als Gold und Platin.

Dennoch bietet Palladium gute Optionen zur Geldanlage, denn in der Industrie besteht eine große Nachfrage nach dem silberweißen Edelmetall. Unser Tipp: Empfehlenswert ist es, sich bei Investitionen auf Palladiummünzen und nicht auf -barren zu fokussieren – die Groschen sind nämlich sehr selten, weshalb sich ihr Wert steigert.

Drei Palladiumbarren

Iridium – Das regenbogenfarbene Salze bildende Metall

Iridium, ein weiteres Element aus der Gruppe der Platinmetalle, ist ein sprödes und hartes Element mit silberweißer Farbe. Aufgrund seiner Eigenschaften lässt es sich nur schwer bearbeiten.

Das Edelmetall wurde 1803 von dem britischen Chemiker Smithson Tennant entdeckt, der es als “Iridium” bezeichnete, weil es vielfältige farbige Salze bildet. Der Begriff leitet sich von dem griechischen Wort “iridios” für “regenbogenfarben” ab.

Iridium tritt in seiner natürlichen Gestalt in Form von Körnern auf oder wird bei der Herstellung von Platin und anderen Platinmetallen gewonnen. Wichtige Vorkommen befinden sich in Tasmanien, Borneo, Südafrika, Japan, im Ural sowie in Nord- und Südamerika, wo sich das Edelmetall vorwiegend in Flusssanden entdecken lässt.

Wegen seiner Sprödigkeit ausschließlich als Legierung genutzt, findet Iridium beispielsweise Verwendung in Goldfedern von Füllern. Genauso ist das Element prädestiniert, um daraus Injektionsnadeln und chirurgische Instrumente zu produzieren sowie Zündkerzen zu fertigen.

Rhodium – rosarot und rar

Ebenfalls zu der Platin-Gruppe gehörend ist Rhodium: hart, gut dehnbar und silberweiß in der Farbe. Seinen Namen hat das Edelmetall von dem griechischen Wort “rhodeos”, was mit “Rosenrot” übersetzt wird und sich auf die spezifische rote Farbe seiner Salze bezieht.

Der englische Chemiker William Hyde Wollaston entdeckte das Edelmetall 1803 zusammen mit Palladium in einem Rohplatinerz. Nach der Separation bekannter Platinmetalle, erhielt er ein rosarotes Salz, welches er nach einer Alkoholextraktion mit Zink zu Rhodium reduzierte.

Das Element ist eines der seltensten nicht-radioaktiven Edelmetalle in der Erdkruste. Seine Gewinnung stellt sich als sehr aufwändig dar, da Rhodium stets zusammen mit anderen Stoffen aus der Platin-Gruppe auftritt, weshalb pro Jahr nur etwa 25 Tonnen produziert werden. Die Vorkommen befinden sich vorwiegend in Ontario, Südafrika, im Ural sowie in Nord- und Südamerika.

Wegen seiner Resistenz – Rhodium ist in keiner Säure löslich und langlebig – wird es für medizinische Geräte wie Mundspiegel, OP-Leuchten oder Spiegelteleskope verwendet. Seltener finden sich Rhodium-Legierungen auch in Uhrengehäusen und Schmuck wieder: Beispielsweise erhalten Ringe aus Weißgold gelegentlich einen Überzug aus dem besonderen Metall.

Osmium – das Element mit Rettich-Duft

Osmium erstrahlt in stahlblauer glänzender Farbe: Doch seinen Namen verdankt das härteste aller Platinmetalle nicht seiner schönen Farbe, sondern seinem leichten Rettich-Geruch.

Wo wurde es entdeckt? Der englische Chemiker Smithson Tennant machte das spröde und hochschmelzende Element im Jahr 1804 zusammen mit Iridium im Rückstand von in Königswasser gelöstem Platin aus.

Das seltene Osmium kommt in der Natur gediegen, gelegentlich aber auch gebunden als Sulfid vor, fast immer tritt es zusammen mit Ruthenium, Rhodium, Iridium, Palladium und Platin auf. Die bedeutendsten Herkunftsorte sind platinmetallreiche Nickelerze in Kanada, Russland und Südafrika. Weitere Lagerstätten sind in Kolumbien, Äthiopien und auf Borneo auszumachen.

Erstmals fand das blaue Edelmetall Anfang des 20. Jahrhunderts Verwendung, denn es kam als Material für Glühfäden in -birnen zum Einsatz. Daher leitet sich auch der Name der Firma “Osram” ab – eine Kombination der beiden verwendeten Elemente Osmium und Wolfram.

Heutzutage findet Osmium aufgrund seines hohen Preises eher selten Gebrauch: Es ist beispielsweise Teil von harten Legierungen für Füllfederspitzen oder Gelenke und auch als Katalysator wird es gelegentlich eingesetzt.

Ruthenium – nach seinem Entdeckungsort benannt

Ruthenium, der letzte zur Platingruppe gehörende Stoff, glänzt silberweiß, ist sehr hart und spröde. Er ist nach “Ruthenia”, dem lateinischen Begriff für Russland, benannt, weil ihn dort der deutsch-russische Chemiker Karl Ernst Claus 1844 entdeckte.

Das Element zählt zu den seltensten der Erde: Nur in sehr geringen Mengen ist es in Kombination mit anderen Platinmetallen aufzufinden – sein gesamtes Vorkommen auf der Erde liegt bei 5000 Tonnen. Auch die jährliche weltweite Produktion beläuft sich lediglich auf 150 Kilogramm, wobei die wichtigsten Fundorte im Ural, in Russland, in Südafrika und in den USA lokalisiert sind.

Bekannt für die Produktion von feuerfesten, keramischen Farbstoffen, fungiert das Element auch als Katalysator und ist häufig Bestandteil von Legierungen mit anderen Edelmetallen. Außerdem wird es im medizinischen Bereich in der Strahlen- und Tumortherapie eingesetzt.

Unsere Ringe aus Edelmetallen

Geschmeide aus Edelmetallen sind äußerst begehrt: Die Luxusgüter üben seit jeher eine große Anziehungskraft auf Menschen aus. Sie werden besonders geschätzt und gerne zu den verschiedensten Anlässen verschenkt. Vor allem Verlobungsringe und Eheringe aus Edelmetallen sind sehr gefragt, weil sie außergewöhnlich schön glänzen.

Zwei Silberringe

Möchtest du einen Ring oder ein anderes Schmuckstück aus Gold, Silber oder einem anderen Platinmetall kaufen? Auf unserem Online-Marktplatz FineJewels24 findest du eine große Auswahl an Preziosen aus glänzenden Edelmetallen. Lass dich von unserer funkelnden Vielfalt an Edelmetall-Schmuck inspirieren!

 

FineJewels24 verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Ok