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Jade – das grüne Gold

Jade in verschiedenen Grüntönen

Wegen ihrer kulturellen, geschichtlichen und symbolischen Bedeutung sowie der ihr zugeschriebenen Heilwirkung, gilt Jade als einer der beeindruckendsten aller Edelsteine. Auch als Schmuckstein ist das häufig grünfarbige Juwel sehr beliebt. Einige Kulturen halten es sogar für wertvoller als Gold, weshalb es auch unter dem Terminus “grünes Gold” bekannt ist.

Woher stammt sein Name und welche Eigenschaften machen den Stein besonders? Entdecke jetzt die Welt dieses einzigartigen Schmucksteins und erfahre mehr!

Inhaltsverzeichnis

Worauf geht der Name des Schmucksteins zurück?

Den Begriff “Jade” prägten die Spanier um 1565 – zur Zeit als sie Mittel- und Südamerika eroberten: Als die Konquistadoren feststellten, dass die Indianer das Mineral gegen Leiden im Lendenbereich verwendeten, gaben sie ihm den Namen “piedra de ijada” – auf Deutsch “Lendenstein”. Die Franzosen gebrauchten hierfür den Terminus „l‘ éjade“ und konstruierten im 17. Jahrhundert daraus fälschlicherweise den Ausdruck „le jade“.

In der Umgangssprache ist Jade wegen ihrer nierenstärkenden Wirkung als “Nierenstein” bekannt – abgeleitet von „piedra de los riñones”. Im Lateinischen mit „Lapis nephriticus“ betitelt, formte sich daraus im Laufe der Zeit der Name „Nephrit“.

Ursprünglich waren “Jade” und “Nephrit” Synonyme für identische Elemente, denn die beiden waren schwer voneinander zu unterscheiden. Später wurde erkannt, dass “Jade” die Mineralien Jadeit, Nephrit und Chloromelanit umfasst, weshalb die Vokabel heutzutage als Oberbegriff für die drei Materialien fungiert.

Im Chinesischen als „Yu“ bekannt, schließt “Jade” in dem ostasiatischen Staat nur die beiden Elemente Jadeit und Nephrit ein, welche sie als “echte Jade” (zhen yu) handeln. Im alten China nannten sie das Juwel „Stein des Himmels“ und assoziierten damit das Vermögen, ein Band zwischen Himmel und Erde kreieren zu können.

Auch Edelserpentin und Serpentin, zwei dem grünen Juwel ähnliche Gesteine, werden im Handel als “Jade” oder “Chinajade” bezeichnet.

Jade in verschiedenen Farben und Formen

Historische Besonderheiten rund um den Kultstein

Jade wird in vielen Kulturen große Bedeutung zuerkannt: Bereits in der Altsteinzeit – dem Paläolithikum – wurden erste Objekte aus dem Material gefertigt. Die Azteken sowie die Mayas sprachen dem Mineral in der präkolumbianischen Zeit sogar einen höheren Wert als Gold zu und schätzten ihn als Stein der Liebe. Darüber hinaus verehrten ihn die alten Ägypter als Symbol des inneren Friedens und der Harmonie.

Die Maoris nutzten den Edelstein, um daraus traditionelle Waffen zu schnitzen – wegen seiner robusten Struktur eignet sich Jade hierfür besonders gut. Mit der Zeit stellten andere Völker außerdem Vasen und andere Kunstobjekte aus dem Stoff her. Auch in Europa, im pazifischen Raum, im östlichen Mittelmeerraum und vor allem in Mittelamerika wird er seit Jahrtausenden verarbeitet.

Blume in Vase aus grüner Jade

Einen historisch bedeutsamen Höhepunkt finden wir in China, wo Menschen schon um 6 000 vor Christus Jade gewannen und an welchem Ort sich aufgrund des großen Vorkommens bisweilen eine wahrhafte “Jadekultur” entwickelte.

Kunstfertigkeit, Philosophie, Ethik und Mythologie rund um den Edelstein standen und stehen im Fokus des Interesses, weshalb das Juwel häufig als Symbol des ostasiatischen Staates angesehen wird.

Drachen aus grüner Jade

In welchen Gebieten kommt das prächtige Juwel vor?

Der begehrte Edelstein entsteht zum einen aufgrund von Druck oder Hitze in der Erdkruste, zum anderen wird er schon lange Zeit durch den Bergbau gefördert. Vorwiegend ist er in kristallinen Schiefern auszumachen – die größten Fundstätten liegen zwischen Santa Maria und Santa Barbara sowie in vielen anderen Teilen Kaliforniens.

China und Myanmar sind ebenfalls wichtige Förderer des Schmucksteins, aber auch Guatemala, Mexiko, Russland, Kasachstan, Japan, Taiwan, Australien, Neuseeland und die Vereinigten Staaten bauen Jade ab.

Natürliches Mineral aus Jadestein

Welche Charakteristika zeichnen Jade aus?

Das grüne Gestein verfügt über besondere Eigenschaften: Es ist eines der zähsten und widerstandsfähigsten Materialien der Welt, kann nur mit Diamanten geschliffen werden. Trotz dessen umgibt einen beim Berühren des Steins ein seidiges Gefühl, welches sein zartes äußeres Erscheinungsbild vervollständigt.

Mit einer Mohshärte von 6,5-7 ist der Stein mittelhart, wegen seiner Zähheit jedoch schwer zu bearbeiten. Daher erhält er meist eine Perlenform oder wird zu Cabochons – ovale Steine mit flacher Unterseite – geschliffen.

Jade als Cabochon geschliffen

Wie setzt sich das Element zusammen?

Jade ist ein Gemenge, welches sich aus den beiden Mineralien Jadeit und Nephrit zusammensetzt. Fest verwachsene winzige Körner und filzige Fasern machen das Natrium-Aluminium-Silikat Jadeit sehr widerstandsfähig und lichtundurchlässig. Nephrit, ein verfilzter Mischkristall aus den beiden Mineralen Aktinolith und Tremolit, zeigt sich noch fester.

Jadeit grün-weiß gesprenkelt

Die vielgestaltigen Gesichter des Edelsteins

Auch hinsichtlich der Farbe lassen sich Jadeit und Nephrit unterscheiden: Der Jadeit zeichnet sich durch blaue, braune, graue, lavendel- und cremefarbene, orangene, rote, violette, weiße sowie gelbe Töne aus. Auch Kombinationen dessen sind möglich.

Die Farbe Grün in all ihren Nuancen und Intensitäten ist besonders beliebt, wobei Smaragdgrün als begehrteste aller Couleurs gilt.

Insgesamt lassen sich sieben verschiedene Töne von intensivem Imperial-Grün über Apfel- und Spinatgrün bis hin zu helleren Schattierungen differenzieren: In den Vereinigten Staaten sind Smaragd-, Spinat- und Apfelgrün die populärsten Varianten, im Fernen Osten schätzen sie daneben auch reines Weiß sowie feines Gelb. Ebenfalls angesehen ist der Lavander-Jadeit in der Farbe Mauve, den es auch mit kleinen schwarzen Flecken gibt.

Häufig kennzeichnen den Edelstein Äderchen, Flecken oder Streifen, was jedoch nicht als Makel betrachtet wird. Im Gegensatz dazu gelten manche dieser Muster als überaus wertvoll, da sie den Stein einzigartig machen.

Der Nephrit verfügt dagegen nicht über solch ein wandelbares Äußeres: Er kommt in der Natur in den Farben Braun, Grün, Grau, Gelb und Weiß vor. Zuweilen ist er jedoch gesprenkelt und weist rote, gelbe oder braune Streifen auf – entstanden durch Oxidation.

Hellgrüner Nephrit gesprenkelt

Besondere Varietäten des Minerals

Was kostet die “kaiserliche” Jade?

Imperialjade, auch Kaiserjade genannt, ist die begehrteste sowie kostbarste aller Varianten und in ihrem Wert mit Gold vergleichbar. Nach oben hin sind dem Preis für “kaiserlichen” Schmuck keine Grenzen gesetzt.

Wie viel Jade im Einzelnen kostet, hängt zum einen von der Farbintensität und zum anderen davon ab, ob es sich um Jadeit oder Nephrit handelt. Letzterer wird häufig imitiert, weshalb er zu preislichen Vorteilen erworben werden kann. Schmuckstücke mit Jadeit-Steinen, die kräftige Farben sowie eine glatte Oberfläche aufweisen, sind hingegen viel exklusiver.

Eines der prominentesten Geschmeide aus Jadeit ist das „Doubly Fortunate Necklace“ – eine Halskette mit 27 makellosen Perlen, deren Farbe, Ton und Intensität optimal sind. Christie’s veräußerte die wertvolle Preziose 1997 bei einer Auktion für 9,3 Millionen US- Dollar. Damit hält es den Weltrekord für das Jadeit-Schmuckstück, welches den höchsten jemals gezahlten Preis erzielte.

Halskette aus grünen Jadesteinen

Wirkung und Bedeutung des faszinierenden Heilsteins

Jade zählt zu denjenigen Edelsteinen, die ein mehrere Tausend Jahre alter Mythos umgibt: Viele Kulturen betrachten Jade als magisch, nutzen den Stein daher als Grabbeigabe oder zum Schutz vor bösen Geistern. Die Mittelamerikaner beispielsweise verwendeten ihn als Opfergaben oder Attribut von Göttern. Die chinesische Kultur setzt ihn als Glücksbringer ein.

Auch in der Esoterik werden dem Heilstein einige positive Wirkungen zugeschrieben: Jade steht für die fünf Haupttugenden Weisheit, Gerechtigkeit, Bescheidenheit, Barmherzigkeit sowie Mut und soll Langlebigkeit, sogar Unsterblichkeit, überbringen. Darüber hinaus soll sie Lebenslust, Freude und Aufgeschlossenheit verleihen und für mehr Ruhe sorgen, da sie ausgleichend wirken soll. Primär wird der Edelstein – wie der Name offenlegt – bei Lenden- und Nierenleiden eingesetzt.

Zudem gilt Jade als wichtiger Hauptstein für die Sternzeichen Krebs und Waage: Ersterem soll er mehr Sicherheit und Zuversicht geben, der Waage soll er innere Harmonie sowie Vitalität verleihen. Daneben ist das das Element ein wichtiger Nebenstein für die Sternzeichen Wassermann, Fische, Jungfrau und Skorpion und wird gerne zum zwölften Hochzeitstag verschenkt.

Heilstein Jade gesprenkelt

Entdecke unsere atemberaubenden Preziosen

Jadesteine sind beliebte Edelsteine, die jedes Schmuckstück zu etwas Besonderem machen.

Die große Farbvielfalt des Steins eröffnet ein ebenso großes Angebot an Jadeschmuck: prachtvolle Jade-Ringe aus verschiedenen Edelmetallen, wunderschöne Ohrringe in unterschiedlichen Grünnuancen sowie ausgefallene Armbänder in leuchtenden Tönen. Diese und viele weitere Kreationen bestückt mit einzigartigen Jadeiten findest du auf unserem Online-Marktplatz FineJewels24.

Zwei Jade-Ringe aus Gelbgold und Weißgold

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