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Der Rubin – der wertvollste Farbedelstein

Rubin in Herzform auf schwarzem Hintergrund

Der Rubin ist der kostbarste aller Farbedelsteine und sogar seltener als ein Diamant. Rot wie ein brennendes Feuer mutet der exklusive Stein an: Seit jeher repräsentiert diese Farbe Leidenschaft und Romantik und lässt die Herzen aller Schmuckliebhaber höherschlagen. Erfahre mehr und entdecke die Welt des feurig roten Rubinsteins!

Inhaltsverzeichnis

Wortursprung des Rubinsteins

Rubin leitet sich von dem lateinischen Wort “ruber” ab, was mit “Rot” ins Deutsche übersetzt wird. Der Terminus bezieht sich auf die kräftig rote Farbe des begehrten Steins.

Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden alle roten Edelsteine noch als “Karfunkelsteine” zusammengefasst. Der Begriff stammt von dem lateinischen “carbunculus” (Karfunkel) ab und bedeutet “kleine Kohle”, was daher kommt, dass die rubinroten Edelsteine glühender Kohle ähneln.

Wo tritt der wertvolle Stein auf?

Rubine kommen vorwiegend in Myanmar im Mogok-Delta und in Mong Hsu, der Hauptquelle des rubinroten Edelsteins, vor. Besonders edel und begehrt sind die Rubine aus Mong Hsu im Nordosten Myanmars – wegen ihrer klassischen roten Farbe sowie ihrer außergewöhnlichen Transparenz.

Weitere wichtige Fundorte des Rubinsteins sind Sri Lanka (Ratnapura), Thailand (Chanthaburi), Madagaskar, Indien, Vietnam und Tansania. Die jeweilige Herkunft der Rubine – zumindest die Region – lässt sich aufgrund bestimmter Einschlüsse nachverfolgen.

Zu finden ist der seltene Rubinstein vorwiegend in magmatischen Gesteinen sowie in Ablagerungen von Flüssen, wo die rubinroten Schmucksteine durch händisches Schaufeln oder durch das Waschen von Kies gewonnen werden.

Kristall eines roten Rubins

Die Geschichte des Königs der Edelsteine

Schon Aristoteles erwähnte den Rubin und betitelte ihn als “der Beste von allen”. Auch im Alten Testament fand der als “König der Edelsteine” bekannte Stein Erwähnung.

Die alten Ägypter, Griechen und Römer beteten den Rubin an und schätzten ihn als Talisman. Sie gingen davon aus, dass die roten Edelsteine Vorhersagen treffen konnten und sich verdunkelten, sobald Gefahr Einzug hielt. Die alten Inder assoziierten mit dem Rubinstein ein ewig anhaltendes Feuer, das ein langes Leben beschert.

Auch heute noch gelten Rubine für Sammler als diejenigen Steine, die die Kräfte aller anderen Edelsteine vereinigen.

Erst um 1800 wurde die verwandte Abstammung zum Saphir erkannt. Seitdem ist es möglich, Rubinsteine von roten Spinellen und Granaten zu differenzieren.

Isolierte schöne Rubine

Charakteristika: Taubenrot als begehrteste Nuance

Der Farbton von Rubinen variiert üblicherweise zwischen Blass-, Hell- und Dunkelrot. Der Stein kommt jedoch in allen möglichen Rottönen vor. Auch bräunliche Schattierungen sind auffindbar, was durch zusätzliches Eisen hervorgerufen wird.

Als ideale Farbe gilt ein kräftiges Rot mit einer kleinen Farbnuance Blau. Diese als “Taubenrot” betitelte und an Taubenblut erinnernde Farbe ist die teuerste sowie begehrteste aller Nuancen. Verfügt der Rubin über andere Farbtöne wie Lilarot oder Orangerot, so mindern diese seinen Wert deutlich.

Oftmals werden die Farbintensität und die Reinheit durch Erhitzen des Edelsteins gesteigert, was im Fachjargon als “Brennen” bekannt ist. Dadurch können weniger erwünschte Töne eliminiert werden.

Der Glanz des Steins erscheint gläsern bis diamanten und entfaltet sich unter natürlichem oder weißem Licht am besten. Mit einer Härte von 9 auf der Mohs-Skala ist der Edelstein nach dem Diamanten das zweithärteste Mineral.

Wie erhält der Edelstein seine rote Farbe?

Bei dem Rubinstein handelt es sich um die rote Varietät des Minerals Korund. Korunde – kristalline Aluminiumoxide – sind fremdgefärbte Edelsteine, was bedeutet, dass sie ihre Farbe durch Beimischungen anderer Elemente erhalten. Schon geringste Spuren eines anderen Elements führen zu der jeweiligen Farbgebung.

Die rote Verfärbung des Rubins entsteht aufgrund kleinster Chrom-Beimengungen. Normalerweise führt Chrom zu einer grünen Farbe, aufgrund der Ionisation werden die Rubine jedoch rot.

Schon gewusst? Nur die roten Korunde werden als “Rubine” bezeichnet, alle Korunde in anderen Farbtönen sind dem Saphir zuzuordnen!

Ungeschliffener Rubin

Besondere Varietäten des Minerals

Die Einlagerung von Rutilnadeln bringt die Eleganz des Rubins besonders gut zur Geltung. Rutil ist ein Mineral, welches in verschiedenen Anordnungen zu unterschiedlichen optischen Effekten führt.

Verlaufen wenige Rutilnadeln parallel zueinander, so erhält der Rubinstein einen seidigen Glanz. Der Stein wird umso trüber, je mehr Rutilnadeln enthalten sind. Wenn die Nadeln parallel zur Kristallachse angeordnet sind, reflektieren sie das Licht in Form von schlitzförmigen Katzenpupillen und es entsteht der berühmte Katzenaugeneffekt – Chatoyance genannt.

Eine weitere besondere Varietät ist der “Sternrubin”, dessen Effekt auch als „Asterismus“ bekannt ist: Wenn die Einschlüsse in mindestens zwei unterschiedliche Richtungen verlaufen und sich in einem Punkt treffen, erzeugen sie einen Stern. Am bekanntesten sind sechsstrahlige Sterne, aber auch vier-, zwölf und 24-strahlige Sterne sind auf dem Markt zu finden.

Alle Rubine mit Stern- oder Katzenaugeneffekt bekommen einen Cabochon-Schliff – ein glatter, stark polierter Schliff ohne Facetten, der den optischen Eindruck besonders verstärkt.

Was kostet ein Rubin?

Bei dem Rubin handelt es sich um einen der seltensten und exklusivsten Edelsteine der Welt. Ungebrannte Rubine in reinen Rottönen sowie ohne Einschlüsse sind besonders selten, weshalb diese sehr hohe Preise erzielen.

Ein Rubinstein mit einem Karat kann je nach Reinheit mehrere Hundert oder Tausend Euro kosten. Der bisher teuerste Rubin wurde 2006 bei einer Christie’s Auktion in London für 3,6 Millionen Euro verkauft und hatte ein Gewicht von 8,62 Karat, was einem Preis von 425.000 Euro pro Karat entspricht. Der verkaufte Edelstein erzielte den höchsten jemals für einen Farbedelstein bezahlten Preis.

Rubin geschliffen

Bedeutung des feuerroten Steins

Der Rubin ist der Monatsstein für den Juli. Er gilt als Glücksstein der Liebe und Romantik und steht symbolhaft für den 15. und 40. Jahrestag. An letzterem wird bekanntermaßen die Rubin-Hochzeit gefeiert, welche 40 glückliche Ehejahre zelebriert.

Bekannt ist der Rubin auch als Hauptstein für das Sternzeichen Widder: Den Menschen, die in diesem Sternzeichen geboren sind, soll der Stein bei der Verwirklichung von Zielen helfen und ihre Kreativität fördern.

In der Esoterik werden dem rubinroten Schmuckstein ebenfalls viele positive Wirkungen zugeschrieben: So schenkt er seinem Träger neue Lebenskraft und Entschlossenheit und wirkt vitalisierend und dynamisch auf diesen. Darüber hinaus überträgt er ihm der Grenzwissenschaft zufolge Macht und Anerkennung.

Zudem soll der rote Edelstein eine heilende Wirkung bei Kopfschmerzen und Fieber sowie bei Erkrankungen der Nieren, der Milz und des Herzens entfalten. Auch bei Krampfadern und niedrigem Blutdruck soll der Heilstein einen positiven Effekt ausüben. Außerdem ist der Rubin als Schutzstein gegen das Böse bekannt und soll vor allem bei Schwangerschaften und in den Wechseljahren Schutz bieten.

Weitere spannende Fakten

Rubine sind leicht mit anderen roten Schmucksteinen zu verwechseln – insbesondere mit Synthesen oder Glas. Auch mit rubinroten Spinellen besteht aufgrund der ähnlichen Farbgebung eine große Verwechslungsgefahr.

Die Differenzierung zwischen Rubinen und anderen ähnlichen Edelsteinen einfach, denn sie weisen unterschiedliche Eigenschaften auf: Turmaline beispielsweise sind stärker doppelbrechend als Rubine und der Topas kommt selten als roter Stein vor. Zudem hat er eine Mohshärte von 8.

Generell werden Rubine aufgrund ihres hohen Wertes sehr häufig imitiert, weshalb beim Kauf eines Rubins allerhöchste Vorsicht geboten ist!

Entdecke unsere rubinroten Schmuckstücke

Drei Rubinringe

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